Homöopathisch = Homöopathie ?

In meinem ersten Blog haben wir uns der Frage gewidmet, wie verordnete Globuli zu dosieren sind.

Bei dem Begriff Globuli denkt vermutlich jeder sofort, ah eine homöopathische Behandlung?

Aber wie ist das nun mit den Begriffen Homöopathie und homöopathisch?

Können wir wirklich sagen Homöopathisch = Homöopathie?

 

Hier beginnt bereits die erste Schwierigkeit, denn die Werbeindustrie hat längst entdeckt, dass mit dem Begriff „homöopathisch“ jedes naturheilkundliche Produkt gut oder sogar besser zu verkaufen ist.

 

 

Gehen wir der Sache also mal auf den Grund. Wenn man einfach nur den Begriff homöopathisch übersetzt, so stellt man fest, der Ursprung ist griechisch

 

ho·möo·pa̱·thisch

 

Adjektiv [nicht steig.]

 

  1. mit den Methoden der Homöopathie.

 

"homöopathische Heilmethoden"

 

 

Bringt uns das nun weiter? Nicht wirklich, denn aus der Werbung kennen wir den Begriff, dieses Produkt wurde homöopathisch hergestellt….

Samuel Hahnemann hat uns im Organon der Heilkunst genaue Anweisungen hinterlassen, wie ein homöopathisches Heilmittel hergestellt werden soll.

 

Homöopathische Arzneimittel werden in flüssiger Form, als sogenannte Dilution, und in fester Form als Tabletten oder Globuli (Streukügelchen) verabreicht.

Das Wirkprinzip der Homöopathie beruht auf dem Leitsatz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ – auch „Simile-Prinzip“ genannt.

Natürliche Substanzen, die bei Gesunden Krankheitssymptome hervorrufen, werden bei Kranken in homöopathischen Dosen gegen ähnliche Beschwerden eingesetzt.

Die Wirkstoffe können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein.

Hierdurch werden die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert und die Symptome gelindert.

Das klingt doch alles ganz plausibel oder?

 

 

Leider ist dem nicht so, denn hier beginnen sich jetzt die Wege zu trennen, der klassische (Tier)-Homöopath wird seinem Patienten i.d.R. ein gut gewähltes Einzelmittel passend zu seiner Symptomen verordnen.

Was die Werbung der Pharmaindustrie da alle unter homöopathisch verkauft, hat nicht mehr viel damit zu tun.

 

Hier werden einfach Homöopathische Einzelmittel, die bestimmte Symptome abdecken vermischt zu den sog. Komplexmitteln.

Nach dem Prinzip, man nehme… werden hier Mittel vermischt, die jedes für sich nach dem HAB (Homöopathischen Arzneibuch) hergestellt worden sind, nun aber in einen Cocktail gekippt werden, der nicht mehr viel mit Homöopathie im eigentlichen Sinne zu tun hat.

 

 

Auch verschiedene Kräuter zu vermischen und ihre sanfte Wirkungsweise anzubieten, hat nichts mit Homöopathie zu tun, das ist Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).

Auch Bachblüten und Schüssler Salze sollen ja homöopathisch wirken? Wie kann das sein, sind es doch für sich alleine schon eigene Heilmethoden, die ich Euch sehr gerne separat vorstelle!

 

 

Ihr fragt Euch jetzt mit Recht nach dem Sinn dahinter.

Ich denke der Begriff sanfte Medizin trifft es hier.

Im Gegensatz zur Schulmedizin mit ihren wichtigen Vertretern Antibiotika und Cortison, möchte man hier dem Kunden suggerieren, jegliche Naturheilkunde ist sanft. Und da nun mal die Homöopathie als Begriff den größten Bekanntheitsgrad besitzt, wird der Begriff „homöopathisch“ einfach über alles gestülpt, was nach Naturheilkunde aussieht. Mit der klassischen Homöopathie nach Hahnemann hat es aber nur am Rande noch etwas zu tun.

 

Lichtet sich der Nebel schon? Wir machen hier weiter und werden uns beim nächsten Mal den Komplexmitteln ausführlicher widmen.

Ich freue mich, wenn euch der Artikel gefallen hat und Ihr der spannenden Reise weiter folgt.

 

Bis zum nächsten Mal! Herzliche Frühlingsgrüße

 

Eure Stefanie

 

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Stefanie Schult

 

 

 

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„Das höchste Ideal
der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung
der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten
Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.“

Dr. Samuel Hahnemann,
§2 Organon der Heilkunst